inter*

inter*  und Intergeschlechtlichkeit

Ob ein Mensch inter* ist, zeigt sich bei der Geburt, im Kleinkindalter oder in der Pubertät. Die Intergeschlechtlichkeit kann aber auch unentdeckt bleiben oder erst sehr viel später im Leben erkannt werden. 

Intergeschlechtlichkeit ist eine Variation der körperlichen Entwicklung. 

Intergeschlechtlichkeit zeigt sich auf anatomischer, chromosomaler oder hormoneller Ebene. Die angeborenen körperlichen Merkmale passen nicht in die binäre gesellschaftliche Vorstellung von weiblich und männlich. Ein intergeschlechtlicher Körper ist demzufolge weder rein männlich noch rein weiblich, sondern kennzeichnet sich durch eine Mischung von Teilen, die vereinzelt männlich, weiblich oder den beiden nicht zuzuordnen sind.   

Intergeschlechtlichkeit ist noch immer ein Tabu-Thema und wird oft nicht ernst genommen. 

Noch immer werden wir inter* Menschen als Kind geschlechtszuweisenden Operationen unterzogen, um eindeutig als Junge oder Mädchen zu leben. Unabhängig davon, ob es medizinisch notwendig ist. Niemand fragt, ob ich das wollte. Niemanden interessiert es, ob ich mit diesen Veränderungen leben will. Oder ob sie mir Schmerzen bereiten. Mir wird gesagt, ich darf nicht über meinen Körper reden, wie er aussieht sei privat. Aber andere stellen mir ständig intime und grenzüberschreitende Fragen über ihn. 

Mein Körper, meine Identität.

Intergeschlechtlichkeit ist keine Krankheit, sondern eine genetische vorbestimmte Form der Geschlechtsentwicklung. Sie bedarf keiner geschlechtsbestimmenden Operationen und liegt allein in der Verantwortung der betroffenen Personen. Inter* Menschen sind individuell, unterschiedlich und sollten dementsprechend in ihrer Vielfältigkeit wahr- und ernst genommen werden. 

 

 

Weiterlesen und weiterschauen:

The Interface Project

Regenbogenportal des BMFSFJ

Inter* NRW

Katapult "Wenn Ärzte über das Geschlecht entscheiden" 

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